12.04.2011 / Wirtschaft / / ,

An der Unternehmenssteuerreform II festhalten

Der Nationalrat hat heute mit einer ausserordentlichen Debatte die verschiedenen dringlichen Fragen zur Unternehmenssteuerreform II diskutiert. Grund für die Beratungen ist die Schätzung des Bundes über Mindereinnahmen der öffentliche Hand, welche in diesem Ausmass nicht absehbar gewesen sind.

Gewiss haben im vorliegenden Fall einige Gesellschaften gekonnt vom neuen System profitiert, indem eher einen Teil der Kapitaleinlagereserven als einen Teil des Gewinns ausbezahlt wurde, um die Beträge der Einkommenssteuer zu entziehen. Doch die Reform wurde bewusst auch auf diese Möglichkeit ausgerichtet, um die Unternehmen dazu zu bringen, ihren Gewinn und ihre Reserven zu verteilen, damit das Geld reinvestiert würde, statt gehortet zu werden. Die Tatsache, dass einige Aktionäre von dieser neuen Regelung profitieren können, rechtfertigt nicht, sie gesamthaft in Frage zu stellen. Schon gar nicht gerechtfertigt ist ein Angriff auf eine Reform, von welcher v.a. auch die zahlreichen KMU in der Schweiz entlastet werden.