07.11.2013 / Allgemein / /

Ja zur Vignette – Ja zum Ausbau wichtiger Infrastrukturprojekte

Niemand mag Gebührenerhöhungen – auch ich nicht. Ich bin aber dann bereit, mehr für etwas zu bezahlen, wenn ich einen angemessenen Gegenwert dafür kriege. Und das ist bei der Autobahnvignette der Fall. Denn die Vignette für 100 Franken macht dringend notwendige Investitionen in die Strasse möglich.

Gerade der Kanton Basel-Landschaft profitiert stark davon. Nach dem Kanton Bern und dem Kanton Graubünden werden in keinem Kanton mehr Strassen zu Nationalstrassen als in unserem Kanton: nämlich 38 Kilometer. Dies ist mit vielen Vorteilen verbunden. Erstens sind Nationalstrassen sicherer, z.B. durch Trennung des Auto- und Veloverkehrs oder richtungsgetrennte Fahrbahnen. Zweitens wird der Kanton Basel-Landschaft finanziell stark entlastet, weil er nicht mehr für den Unterhalt dieser Strecken aufkommen muss. So spart der Kanton jährlich 8 Millionen Franken. Drittens wird der Kanton mittelfristig von zahlreichen Ausbauten realisieren. Im Mittepunkt steht dabei die Umfahrung von Laufen und Zwingen sowie der Muggenbergtunnel und der integrale Halbanschluss Nord und Süd.

Ganz anders sieht es bei einem Nein aus: Fällt die Erhöhung des Vignettenpreises durch, kann auch das Nationalstrassennetz nicht erweitert werden. Dies hätte zur Folge, dass die Kantone weiterhin für den Unterhalt dieser Strassenabschnitte verantwortlich sind und die Ausbauprojekte nicht kommen. Gerade wenn man bedenkt, dass nächstes Jahr nicht weniger als 16 Kantone Sparpakete planen, lässt das für die Strasse Böses erahnen. Für den Kanton Basel-Landschaft sieht die Rechnung bei einem Nein folgendermassen aus: Keine Entlastung von 8 Millionen Franken; keine Fortschritte bei den lang ersehnten Ausbauprojekten Laufen-Zwingen und dem Muggenbergtunnel; keine Verbesserung der Sicherheit auf den Strassen. Deshalb gibt es für mich als Baselbieterin keinen Zweifel am 24. November: Ich werde Ja sagen zur Vignetten-Vorlage.