14.05.2016 / Allgemein / /

Ein verlässlicher Partner

Der Beitrag «Engelberger misstraut den Bürgern und schweigt» in der Basler Zeitung vom 9. Mai 2016 hat nun wiederum mich misstrauisch gemacht. Es ist so einfach, mit einem Stock aufs Wasser zu schlagen und zu sehen, wo das Wasser überall hin spritzt, wie es der Autor mit seinem Artikel tut.

Wie viel schwieriger ist es aber, im komplexen Gesundheitswesen mit seinen vielen Akteuren Reformen anzugehen? Wie viel schwieriger ist es, ein derart komplexes Projekt über Monate zu führen? Das Ganze noch in zwei Kantonen und mit zwei Spitälern? Ich bin sehr froh, dass sich die beiden Regierungsräte Thomas Weber (BL) und Lukas Engelberger (BS) für die Zukunft des Gesundheitswesens in unserer Region einsetzen. Es wird dazu führen, dass teure Doppelspurigkeiten in der Gesundheitsplanung eliminiert werden können und der Anstieg der alljährlich beklagten Gesundheitskosten wenigstens gedämpft werden kann.

Viele unterschätzen, wie wichtig es ist, dass die beiden Gesundheitsdirektoren gut zusammenarbeiten. Und ich bin sehr froh, im basel-städtischen Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger einen verlässlichen Partner für Baselland zu wissen. Lukas Engelberger hat das Projekt in seinem ersten Amtsjahr angepackt und will erste Ergebnisse vor den Herbstferien präsentieren, also vor den Gesamterneuerungswahlen in Basel-Stadt. Das beweist Mut und Ehrlichkeit, ohne Schielen auf Wahlergebnisse.

Im vergangenen Juni hat die Baselbieter Stimmbevölkerung die Regio-Kooperations-Initiative mit über drei Viertel Ja-Stimmen angenommen. Damit hat die Bevölkerung der Baselbieter Regierung den Auftrag gegeben, mit anderen Kantonen intensiver zusammenzuarbeiten. Allen voran mit Basel-Stadt. Das Projekt der gemeinsamen Gesundheitsplanung der Spitalgruppe ist genau ein solches Beispiel. Warum so miss- trauisch?

Als Leserbrief am 14. Mai 2016 in der Basler Zeitung.