21.01.2014 / Allgemein, Forschung, Innovation, Wirtschaft / /

Bitter nötige MINT-Offensive des Bundes

Die schlechte Nachricht: Ein Basler Pharmaunternehmen plant gewisse Ressourcen zu verlagern und Straffungen vorzunehmen. Schlecht deshalb, weil wir heute auf jeden einzelnen Arbeitsplatz angewiesen sind und ein Arbeitsplatzverlust immer auch mit einem menschlichen Schicksal verbunden ist.

Die gute Nachricht: In der Schweiz sollen 2014 wieder gleich viel Stellen geschaffen werden und das Pharmaunternehmen geht davon aus, dass die Beschäftigtenzahl mittelfristig auch wieder steigen wird. Weitere Stellen sollen unter anderem auch in Nyon geschaffen werden. Es ist erfreulich, dass der Standort Nyon nun als zukunftsträchtiger Standort ausgebaut wird, weil gerade jene Region dringend auf die Arbeitsplätze angewiesen ist.

Positiv ist das klare Bekenntnis dieses Unternehmens zum Forschungs- und Entwicklungsstandort Basel bzw. Schweiz. Der Abbau von Arbeitskräften in den einen Bereichen und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen in anderen zeigen, dass sich die Bedürfnisse der Industrie und damit des Arbeitsmarktes verändert haben. Die Schweiz benötigt immer mehr qualifizierte Arbeitskräfte in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT). Diese Arbeitskräfte sind aber in der Schweiz nicht mehr zu finden. Sie müssen heute mit der Personenfreizügigkeit im EU-Raum oder mit mühsamen Kontingentsverfahren in Drittstaaten rekrutiert werden.

Spannend ist, dass sogar die Gewerkschaften nun Angestellte mittels einer Um- bzw. Weiterbildung im Unternehmen belassen wollen. Fazit: Die geplante MINT-Offensive des Bundes ist bitter nötig. Siehe auch die Motion „Stärkung des Bildungssystems im Bereich MINT“.