17.08.2012 / Allgemein, Bildung / /

Bessere Ausbildung in den MINT-Fächern gegen Fachkräftemangel

Die gesellschaftliche Entwicklung und der heutige Wohlstand in der Schweiz hängen zu einem grossen Teil mit den Leistungen in Technik und Naturwissenschaft zusammen. Erfindergeist und die intelligente Umsetzung von Grundlagenwissen haben eine lange Tradition in unserem Land und prägen das alltägliche Leben, die Gesellschaftskultur und die wirtschaftlichen Errungenschaften. Um diese Tradition erfolgreich weiterzuführen brauchen wir verfügbare Fachkräfte.

Weil aber das Interesse der Jugendlichen an Fächern wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) – wie in anderen Ländern mit einem starken Dienstleistungssektor –  immer mehr schwindet, beklagen wir seit einigen Jahren einen akuten Mangel an Ingenieurinnen und Ingenieuren und an qualifizierten Fachkräften. Dies obwohl wir tagtäglich mit neuen Technologien in allen Lebensbereichen konfrontiert werden und obwohl wir gerade heute von der Technologieforschung- und Entwicklung Lösungen für anstehende Herausforderungen wie beispielsweise im Energiebereich oder bei der effizienten Nutzung unserer Rohstoffe verlangen.

Dieser Engpass gefährdet den Wirtschaftsstandort Schweiz und ist auf ein strukturelles Problem unseres Bildungssystems zurückzuführen. Mit einer vom Parlament überwiesenen Motion der CVP wird nun gefordert, dass sich die Bildungseinrichtungen auf allen Ebenen  für eine kontinuierliche Förderung dieser Kompetenzen einsetzen. Nur mit Schülern und Schülerinnen, die eine positive Einstellung zu MINT-Fächern gelernt haben, kann die Zahl von qualifizierten Bewerbern für technische  Ausbildungsberufe und Studienfächer gesteigert werden. Voraussetzung dazu ist, dass wir für Kinder jeden Alters einen spannenden Zugang in die vielseitige und faszinierende Welt von MINT ermöglichen und damit die Generation von Morgen für die Zukunft vorbereiten.